Sie möchten Ihr Küchenangebot prüfen lassen? Wir bieten keine persönliche Prüfung, sondern eine Checkliste zum Selbstprüfen und die Vermittlung von Vergleichsangeboten. Damit gehen Sie Ihr Angebot Position für Position durch: Ein seriöses Angebot listet jeden Schrank, jedes Gerät mit Typnummer und jede Montageleistung einzeln auf. Fehlt das, ist der Preis nicht vergleichbar.
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Nehmen Sie Ihr Angebotsblatt zur Hand und haken Sie diese Positionen ab. Ein seriöses Angebot führt jede davon einzeln auf. Je mehr fehlt, desto schwerer lässt sich der Preis nachvollziehen.
Ein Warnzeichen ist die Kalkulation „pro laufendem Meter" (ein Laufmeter ist ein Meter Küchenzeile) ohne aufgeschlüsselte Einzelpositionen. Ein solcher Meterpreis liegt beworben oft bei 300 bis 1.400 Euro, während eine voll ausgestattete Küche real eher 1.500 bis 2.000 Euro pro Meter kostet. Verlangen Sie die Schrankliste, damit Sie sehen, was wirklich enthalten ist (Marktspannen Stand 09/2026).
Sie müssen kein Fachwissen mitbringen, um diese Prüfung zu bestehen. Es reicht, jede Zeile der Liste im Angebot wiederzufinden. Was Sie nicht wiederfinden, notieren Sie und fragen es nach. Gerade bei den Geräten lohnt der genaue Blick: Die Modellnummer lässt sich in wenigen Minuten online nachschlagen, und erst dann wissen Sie, ob hinter „Markengeräten" ein Einstiegs- oder ein Oberklassegerät steht.
Position für Position: Was einzeln aufgeführt ist, lässt sich prüfen.
Zwei Küchen können auf dem Plan identisch wirken und trotzdem hunderte oder tausende Euro auseinanderliegen. Der Grund steckt in Details, die man beim schnellen Blick übersieht.
Das ist wichtig für die Prüfung, weil ein höherer Preis nicht automatisch ein schlechtes Angebot bedeutet. Vielleicht steckt in der teureren Küche schlicht mehr drin: bessere Geräte, hochwertigere Beschläge oder mehr Leistungen. Ziel der Prüfung ist deshalb, sichtbar zu machen, wofür Sie zahlen, statt einfach das billigste Angebot zu küren. Erst wenn zwei Angebote wirklich dasselbe enthalten und sich trotzdem im Preis unterscheiden, ist der Unterschied ein echtes Argument.
Am stärksten wirken die Geräte. Ein Basis-Gerätesatz liegt bei 800 bis 2.000 Euro, ein kompletter Satz mit Marken-Oberklasse reicht bis 12.000 Euro. Deshalb gehört zu jedem Gerät die Typnummer: Nur so sehen Sie, ob zwei Angebote wirklich dasselbe Modell meinen oder ob eines still ein günstigeres Gerät eingesetzt hat.
Dazu kommen die Innenausstattung und die Beschläge. Leise schließende Auszüge, vollständig herausziehbare Schubladen statt fester Einlegeböden und Sonderbeschläge für Eckschränke kosten spürbar mehr als die Grundvariante. Auch der Montageumfang unterscheidet sich: Manche Studios rechnen die Vermessung des Raums vor Ort, Anschluss und Entsorgung getrennt, andere pauschal, wieder andere gar nicht. Wer diese Posten nicht ausweist, wirkt zunächst günstiger und reicht die Kosten später nach.
Auch die Arbeitsplatte trägt stark zum Unterschied bei. Zwischen einer Laminatplatte und einer Platte aus Granit oder Keramik liegen pro Laufmeter mehrere hundert Euro. Ein Angebot, das nur „Arbeitsplatte" schreibt, ohne Material und Stärke zu nennen, lässt offen, welche Qualität dahinter steckt. Dasselbe gilt für Spüle und Armatur: Bei einem benannten Modell können Sie den Preis nachschlagen, bei einem Platzhalter nicht.
Für den systematischen Abgleich zweier Angebote Zeile für Zeile nutzen Sie das Positions-Raster unter Küchen Preisvergleich.
Die Geräte sind der stärkste Preishebel: Typnummer verlangen, nicht „Markengeräte".
Ein vollständiges Angebot liest sich fast langweilig: Es reiht Position an Position, jeder Schrank mit Maß und Preis, jedes Gerät mit Modellnummer, dazu Arbeitsplatte, Spüle, Beschläge und die einzelnen Leistungen für Lieferung, Montage, Anschluss und Entsorgung. Am Ende steht eine Summe, die sich aus den Zeilen darüber nachrechnen lässt. Genau diese Nachrechenbarkeit ist das Gütesiegel.
Ein lückenhaftes Angebot dagegen fasst zusammen, wo Sie eigentlich nachrechnen können müssten. Statt einer Schrankliste steht eine runde Blocksumme, statt Modellnummern steht „Markengeräte", statt einzelner Leistungen steht „inklusive Lieferung und Montage" ohne genaue Angaben. Fehlen genaue Angaben zum Umfang von Lieferung und Montage, lassen Sie diese ergänzen; ein gesonderter Einzelpreis ist für den Vergleich vollständiger Gesamtangebote nicht zwingend nötig.
Wenn Ihnen Positionen fehlen, fordern Sie sie nach, bevor Sie das Angebot bewerten. Ein Studio, das ein sauber aufgeschlüsseltes Angebot verweigert, gibt Ihnen einen ersten Hinweis auf die eigene Transparenz. Die Nachfrage kostet nichts und macht aus einem groben Preisschild ein Angebot, das Sie Position für Position nachrechnen können.
„70 % auf die unverbindliche Preisempfehlung" ist für sich genommen kein Angebot. Es gibt keine öffentliche Herstellerpreisliste, an der sich der Nachlass messen ließe. Der Händler setzt den Ausgangspreis selbst und rechnet den Rabatt darauf.
Ein Test der WirtschaftsWoche zeigte, wie weit die Prozente führen können: Eine Ausstellungsküche mit regulär ausgezeichneten 31.500 Euro wurde für rund 10.000 Euro verkauft, eine Alno-Küche ging von 15.000 auf 9.500 Euro (Quelle: WiWo-Test). Der Nachlass wirkt gewaltig, entscheidend bleibt allein die Zahl unter dem Strich. Wann ein Rabatt überhaupt seriös ist, ordnet der Markt für Sie ein, sobald Sie Vergleichsangebote danebenlegen.
Für die Prüfung heißt das ganz praktisch: Notieren Sie sich den Endpreis in Euro und rechnen Sie den Prozentwert gar nicht erst mit. Fragen Sie stattdessen, was in der Ausstellungsküche steckt, falls es eine ist. Ausstellungsstücke können ein gutes Geschäft sein, sind aber schon aufgebaut, manchmal leicht beschädigt und selten exakt auf Ihren Grundriss zugeschnitten. Prüfen Sie deshalb, ob Maße, Geräte und Zustand zu Ihrer Küche passen, bevor der niedrige Preis den Ausschlag gibt.
Neben fehlenden Positionen gibt es ein paar Muster, die eine Rückfrage lohnen. Keines ist für sich ein Beweis für ein schlechtes Angebot, in der Summe zeigen sie aber, wie sorgfältig kalkuliert wurde.
Sehen Sie eines dieser Muster, ist das kein Grund zur Sorge, aber ein Grund zur Nachfrage. Ein seriöses Studio ergänzt die fehlenden Angaben ohne Umschweife. Erst mit einem vollständigen Angebot in der Hand hat die Prüfung überhaupt eine belastbare Grundlage.
Wie ein Studio auf Ihre Nachfragen reagiert, ist selbst schon eine Information. Ein Anbieter, der die Modellnummern nachträgt, die Nebenkosten offen ausweist und Ihnen eine schriftliche Lieferzeit gibt, zeigt, dass er nichts zu verbergen hat. Wer ausweicht oder auf Zeitdruck setzt, gibt Ihnen einen Grund, genauer hinzusehen. Diese Reaktion kostet Sie nichts und sagt oft mehr über die Seriosität als jede Werbebotschaft.
Auch ein vollständig geprüftes Angebot lässt sich allein nicht endgültig einordnen. Ob der Preis angemessen ist, zeigt sich erst, wenn zwei bis drei unabhängige Angebote für dieselbe Planung daneben liegen. Sie prüfen Ihr Angebot also selbst mit der Checkliste und holen zur Absicherung Vergleichsangebote ein. Wir prüfen dabei nicht Ihr vorliegendes Angebot, sondern besorgen Ihnen kostenlose, unabhängige Vergleichsangebote als Maßstab.
Die Checkliste und der Vergleich greifen ineinander. Die Checkliste sorgt dafür, dass Ihr Angebot vollständig und damit überhaupt vergleichbar ist. Die Vergleichsangebote liefern den Maßstab, an dem Sie den Preis messen. Erst zusammen ergeben sie ein belastbares Urteil: Ein vollständiges Angebot ohne Vergleich bleibt eine Zahl ohne Bezug, ein Vergleich unvollständiger Angebote führt in die Irre.
Damit die Vergleichsangebote wirklich als Maßstab taugen, geben Sie den anderen Anbietern dieselbe Planung wie Ihrem ursprünglichen Angebot: denselben Grundriss, dieselbe Geräteliste und dieselbe Schrankzahl. Andernfalls vergleichen Sie erneut Äpfel mit Birnen. Wie Sie mehrere Angebote von Anfang an vergleichbar einholen, steht unter Küchenangebote einholen.
Fällt Ihr Angebot dabei deutlich aus dem Rahmen, ohne dass Ausstattung oder Leistung den Unterschied erklären, ist das ein klares Signal. Was Sie in diesem Fall tun, vom Nachverhandeln bis zum Wechsel, lesen Sie unter Angebot zu teuer. Liegt Ihr Angebot dagegen im Rahmen vergleichbarer Angebote, spricht das für einen marktüblichen Preis; prüfen Sie zusätzlich Leistungen und Vertragsbedingungen, bevor Sie unterschreiben.
Gehen Sie das Angebot Position für Position durch. Seriös ist es, wenn jeder Schrank einzeln gelistet ist, Fronten und Arbeitsplatte mit Material benannt sind, jedes Gerät mit Marke und Typnummer steht und Lieferung, Montage, Anschluss sowie Entsorgung als eigene Positionen auftauchen. Fehlt vieles davon oder rechnet das Studio nur „pro laufendem Meter", ist der Preis nicht nachvollziehbar.
Am belastbarsten erkennen Sie das im Vergleich. Eine neue Küche kostet im Schnitt rund 10.000 bis 12.400 Euro (Marktspannen Stand 09/2026), aber Ihr Angebot hängt an Ihrer konkreten Ausstattung. Legen Sie zwei bis drei Angebote für dieselbe Planung nebeneinander: Liegt eines deutlich über den anderen ohne erkennbaren Mehrwert, ist es zu teuer. Was Sie dann tun, lesen Sie unter Angebot zu teuer.
Jeder Schrank einzeln, Front-Material und Ausführung, Arbeitsplatte mit Material und Stärke, jedes Gerät mit Marke, Typnummer und Energieklasse, Spüle und Armatur, Beschläge und Innenausstattung, Beleuchtung und Steckdosen sowie Lieferung, Montage, Anschluss und Entsorgung der alten Küche als eigene Posten. Dazu eine schriftliche Lieferzeit. Erst dann ist das Angebot vollständig und vergleichbar.
Ein Prozentsatz allein belegt nichts. Es gibt keine öffentliche Herstellerpreisliste, also setzt der Händler den Ausgangspreis selbst und rechnet den Nachlass darauf. Ein hoher Ausgangspreis mit sattem Rabatt kann teurer sein als ein niedriger ohne. Nur der Endpreis in Euro für dieselbe Ausstattung zählt, nicht der beworbene Prozentwert.
Zwei, besser drei. Ein einzelnes Angebot lässt sich nicht einordnen. Mehrere Angebote können Preisunterschiede für dieselbe Ausstattung sichtbar machen. Erst der Vergleich zeigt, ob Ihres marktüblich kalkuliert ist. Wie Sie mehrere Angebote vergleichbar einholen, steht unter Küchenangebote einholen.
Wir verkaufen und montieren selbst keine Küchen und prüfen keine einzelnen Angebote für Sie. Unsere Checklisten und Preisdaten stehen offen da. Wenn Sie Vergleichsangebote möchten, übermitteln wir Ihre Anfrage an unseren Vermittlungspartner, der passende Küchenstudios aus seinem Netzwerk sucht. Für Sie ist das kostenlos; wir erhalten von unserem Partner eine Vergütung, wenn eine Vermittlung zustande kommt. So funktioniert der Vergleich, und wer dahintersteht.